R i e t i - T a l :   P o g g i o  B u s t o n e

Poggio Bustone ist die letzte Zwischenstation auf unserer Fahrt durch das Rieti-Tal nach Assisi, wo wir den Hauptteil dieser Franziskanischen Wallfahrt verbringen werden. Es ist bereits Nachmittag, als wir den etwa 20 Kilometer nördlich von Rieti liegenden Ort und wenig später das dazugehörige Kloster erreichen. Über dem Eingang lesen wir immer noch die Inschrift mit dem Text, mit dem Franziskus selbst einst grüßte: "Buon giorno, buona gente!" (Guten Tag, gute Leute!)
Die dem Heiligen Jakobus dem Älteren geweihte Kirche, erbaut gegen Ende des 14. Jahrhunderts, mit dem Altarraum (Foto oben links) und einem Fresko, das eine Tafel mit der Darstellung der Heiligen Familie umrahmt (Fotos oben rechts und unten).
Höchster, glorreicher Gott, erleuchte die Finsternis meines Herzens und schenke mir rechten Glauben, gefestigte Hoffnung und vollendete Liebe. Gib mir, Herr, das rechte Empfinden und Erkennen, damit ich deinen heiligen und wahrhaften Auftrag erfülle.
(
Franziskus)
"Dort legte Franziskus den Grundstein zu seiner Gemeinschaft: Bereitschaft zum Teilen, Harmonisierung der Beziehungen zwischen den Brüdern und Schaffung der ersten franziskanischen Bruderschaft. Außerdem fand am selben Ort, und zwar genauer gesagt im Speco superiore, die eigentliche spirituelle Geburt des heiligen Franziskus statt: Er gibt sich im Glauben ganz hin, und dadurch wird ihm bewusst, dass Gott gerade ihn, den Sünder, liebt und ihm vergibt."
(
Massimo Fusarelli OFM in: "Die Franziskanischen Wallfahrtskirchen des heiligen Tals von Rieti")
Die meisten aus unserer Pilgergruppe schauen sich anschließend das Kloster an, doch einer unserer Mitreisenden hat noch einen besonderen Tipp bereit: Oberhalb des Klosterkomplexes, in einer knappen halben Stunde zu Fuß zu erreichen, befindet sich die "Höhle der Offenbarung" ("Santuario Superiore"), wo Franziskus im Gebet verharrte und ihm die Gewissheit zuteil wurde, dass seine Sünden ihm vergeben seien. Unser Reiseleiter hat vor, erst in einer knappen Stunde weiterzufahren und so machen wir uns zu fünft auf den nicht einfachen Weg, denn rund 300 Höhenmeter müssen hierbei überwunden werden.
Ein Ausblick ringsum, so auf das sich im leider etwas dunstverhangenen Sonnenschein präsentierende Rieti-Tal (Foto oben links) belohnt unsere Anstrengungen. Bei klarem Wetter und guter Sicht muss der Ausblick auf die gegenüber liegenden Berge noch wesentlich faszinierender sein.
Das Ziel unseres kleinen Aufstieges, die hier errichtete Kapelle (
Fotos oben rechts und rechts).
Damit der unten verbliebene Teil unserer Gruppe auch weiß, das wir angekommen sind, läutet jeder von uns an der - frei zugänglichen - Glocke des Kapellchens (Fotos links und unten).
Copyright, Bild- und Textnachweis:
Texte und Auswahl der Zitate, alle Fotos und (c): WSz