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R i e t i - T a l : F o n t e C o l o m b o Der Ort Fonte Colombo wird auch das "Franziskanische Sinai" genannt. Hierher hatte sich Franziskus schon mehrfach zum Gebet zurückgezogen, so auch im September 1223, als er die Regel für die Brüder verfasste. | |
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Die Weiterfahrt von Greccio aus nach Assisi nutzen wir zu einer Tagestour durch das Rietital, bei dem wir einige weitere franziskanische Stätten besuchen, so auch Fonte Colombo. Begrüßt werden wir auf dem Vorplatz von Kirche und Kloster nicht nur von der Sonne, sondern auch von einigen vierbeinigen Freunden: Einem Hund, der sich gerne streicheln lässt, und zwei Katzen, die aber zunächst vorsichtigen Abstand halten. In der Kirche dieses Heiligtums (Foto links) feiern wir Eucharistie und machen anschließend einen Rundgang durch das "Santuario". |
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"In den letzten Jahren seines Lebens hielt sich Franziskus öfters in Fontecolombo auf. Hier wurde er auch wegen seinem Augenleiden behandelt, wie ihm die Römische Kurie vorgeschlagen hatte, nämlich durch Verbrennung mit einem glühenden Eisenstab (der sogenannten Kauterisation) der Gesichtspartie zwischen Auge und Ohr: Franziskus spricht mit "Bruder Feuer", diesem starken und fröhlichem Element, das manchmal allerdings auch grausam sein kann. Fontecolombo ist vor allen Dingen als der Ort bekannt, an dem Franziskus sich drei Jahre vor seinem Tod an die endgültige Fassung der Ordensregel für die Minderen Brüder macht. Sorgfältig und Weise berücksichtigt er die Entwicklung seiner Bruderschaft, bleibt dabei aber den ursprünglichen Eingebungen seiner Berufung treu. Dieser Ort, der immer von einer lebendigen franziskanischen Präsenz geprägt war, bezeugt die kontemplative Dimension des heiligen Franziskus und seines Ordens und zugleich ihre familiäre Teilnahme an den Geschicken und Sorgen der Menschen." (Massimo Fusarelli OFM in: "Die Franziskanischen Wallfahrtskirchen des heiligen Tals von Rieti") |
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"Das 'TAU' ist ein Buchstabe im griechischen bzw. der letzte Buchstabe im hebräischen Alphabet. Es hat in der Bibel eine besondere Bedeutung und in der Kunstgeschichte eine lange Tradition. Papst Innozenz III. sprach bei der Eröffnung des IV. Laterankonzils (1215) vom TAU als einem Zeichen der Buße. Auch Franziskus verwendete dieses Zeichen oft. Er zeichnete es auf Häuser, Wände und Bäume. In Fonte Colombo ist heute noch in einer Fensternische das rote TAU zu sehen, das Franziskus dorthin gemalt hat. Mit diesem Zeichen segnete er Menschen und unterschrieb er seine Briefe. So finden wir es auch unter einem Segensspruch, den er für Bruder Leo aufschrieb, als dieser in Not und Angst war. Es bedeutete für Bruder Leo Kraft und Trost, dass er diesen Segen des Heiligen Franziskus ständig bei sich tragen konnte." (aus einem Merkblatt) |
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Der Herr segne Dich und behüte Dich. Er zeige Dir sein Angesicht und erbarme sich Deiner. Er blicke Dich an und gebe Dir Frieden. |
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Der Rundgang durch dieses "Santuario" in Fonte Colombo auf dem ehemaligen "Rainersberg" (wie dieser Ort früher genannt wurde) erlaubt uns einen Blick in den Innenhof bzw. Kreuzgang des Klosters (Foto oben links). Einige Schritte weiter finden wir die Magdalenenkapelle, in der einst Franziskus sein Siegel und Segenszeichen "Tau" eingeritzt hat; dann führt uns der Weg zu der winzigen Grotte, wohin er sich zu Buße und Gebet zurückzog (Foto oben rechts); weiterhin sehen wir einen modernen Kreuzweg aus den 1980-er Jahren. (Untere Bildreihe): Vor der Weiterfahrt heißt es erst einmal Mittagsrast für Mensch und Tier. |
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Copyright, Bild- und Textnachweis: Texte und Auswahl der Zitate, alle Fotos und (c): WSz |
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